Berechenbar, aber ohne Verteilungsspielraum
Eine Risikoposition ist fest mit einer Sicherheit verbunden. Es gibt keine alternative Werteverteilung.
OCM · Optimized Credit Risk Mitigation
In großen Kreditportfolios sind Risikopositionen häufig über mehrere Sicherheiten zu Besicherungsgeflechten verbunden. Zu den Risikopositionen gehören neben Krediten auch außerbilanzielle Positionen, beispielsweise noch nicht in Anspruch genommene Kreditzusagen.
Zweckerklärungen legen fest, welche Sicherheitenwerte für welche Risikopositionen eingesetzt werden dürfen. Daraus entsteht die Struktur des Besicherungsgeflechts mit unterschiedlichen Möglichkeiten der Werteverteilung.
OCM verändert die Zuordnungen des Kreditinstituts nicht. Es optimiert die Verteilung der Sicherheitenwerte innerhalb jedes Besicherungsgeflechts.
Cross-Collateralized Credit
Enge und weite Zweckerklärungen definieren die Verbindungen zwischen Risikopositionen und Sicherheiten. OCM verändert diese Zuordnungen nicht. Es optimiert die Verteilung der Sicherheitenwerte innerhalb jedes Besicherungsgeflechts.
Eine Risikoposition ist fest mit einer Sicherheit verbunden. Es gibt keine alternative Werteverteilung.
Mehrere Risikopositionen eines Kreditnehmers und mehrere Sicherheiten sind durch enge und weite Zweckerklärungen unterschiedlich verbunden. Jede einzelne Verrechnung eines Sicherheitenwerts beeinflusst die Risikominderung im Gesamtgeflecht. Deshalb optimiert OCM die Risikominderung im Gesamtgeflecht.
Viele enge Zweckerklärungen schließen eine Optimierung nicht aus. OCM entfaltet seine Stärke vor allem in heterogenen Geflechten mit unterschiedlichen Verbindungen. Bei ausschließlich weiten Zweckerklärungen ist dagegen jede Risikoposition mit jeder Sicherheit verbunden. In einem solchen voll verbundenen Geflecht ist die Verrechnungsreihenfolge bei ungewichteter Betrachtung unerheblich. Bei einer RWA-Bewertung genügt es, die einzelnen Sicherheitenwerte in absteigender Reihenfolge nach der jeweils erzielten RWA-Reduktion zu verrechnen. Eine komplexe Geflechtoptimierung ist für dieses voll verbundene Geflecht nicht erforderlich.
Was OCM berechnet
OCM optimiert die einbezogenen Besicherungsgeflechte mit den jeweils übergebenen regulatorischen oder internen Risikoparametern.
OCM berechnet die RWA aller in die Berechnung einbezogenen Risikopositionen mit den geltenden Risikofaktoren und weiteren fachlichen Parametern.
OCM bewertet die Wirkung der anrechenbaren Sicherheitenwerte im Geflecht und ermittelt die Verteilung mit der niedrigsten RWA nach den Regeln der CRR III oder anhand interner Maßstäbe des Kreditinstituts.
OCM weist die optimale Verrechnung, die besicherten und unbesicherten Anteile sowie die RWA vor und nach der Risikominderung aus.
OCM berücksichtigt die für die jeweilige Verrechnung maßgeblichen Risikofaktoren und anrechenbaren Sicherheitenwerte. Dazu gehören insbesondere Haircuts für Wertschwankungen der Sicherheitenwerte sowie für Laufzeit- und Währungsinkongruenzen.
Die für die Sicherheiten-Werteverteilung relevanten Regeln der CRR III sind in OCM für den Standardansatz, den Basis-IRB-Ansatz und den fortgeschrittenen IRB-Ansatz implementiert. Bei Berechnungen nach CRR III bewertet und optimiert OCM die relevanten Besicherungsgeflechte mit den Parametern des gewählten regulatorischen Ansatzes.
Der wirtschaftliche Hebel
Der zusätzliche Effekt von OCM ist direkt messbar: Er entspricht der Differenz zwischen der RWA nach der bisher eingesetzten Verteilung und der RWA nach der mathematisch optimalen OCM-Verteilung.
Ausgangswert des tatsächlich verwendeten Alternativverfahrens
Ergebnis für dasselbe Geflecht und dieselbe fachliche Parametrierung
Die durch die optimale Verteilung erzielte zusätzliche RWA-Reduktion gegenüber dem heuristischen Verfahren
Das Ergebnis ist kein Gewinn. Wirtschaftlicher Nutzen entsteht erst durch die bankindividuelle Verwendung der zusätzlichen Kapital- und Bilanzkapazität, beispielsweise für weiteres Kreditgeschäft. Finanzierung, Liquidität, Risikokosten, Betriebskosten und die Kosten von OCM müssen in einer belastbaren Wirtschaftlichkeitsrechnung zusätzlich berücksichtigt werden.
Parametergesteuerte Flexibilität
Das mathematische Verfahren bleibt gleich. Im Meldewesen werden die Parameter des gewählten regulatorischen Ansatzes angewendet. Für Controlling, Kreditanträge und andere institutsspezifische Analysen kann das Kreditinstitut eigene Risikofaktoren übergeben.
Für das Meldewesen verwendet OCM die Parameter des Standardansatzes, des Basis-IRB-Ansatzes oder des fortgeschrittenen IRB-Ansatzes und minimiert die RWA entsprechend den CRR-III-Regeln.
Eigene oder strengere Risikofaktoren ermöglichen eine interne Bewertung, die bewusst von der regulatorischen Sicht abweichen kann.
Die Risikowirkung einer neuen oder erweiterten Risikoposition kann gemeinsam mit den bestehenden Risikopositionen des Kreditnehmers und dem relevanten Portfolio bewertet werden. Im Simulationslauf bewertet und optimiert OCM das betroffene Besicherungsgeflecht neu.
Nachweisbares Ergebnis
Ein niedriger RWA-Endwert allein genügt nicht. Das Kreditinstitut muss erkennen können, wie die Risikominderung entstanden ist und auf welchen Ebenen sie wirkt.
OCM macht aus dem mathematischen Optimum ein prüfbares Verrechnungsergebnis. Die Informationen stehen für Meldewesen, Controlling, Simulationen und nachgelagerte Systeme auf den benötigten Ebenen bereit.
Fachlicher Austausch
Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an. Wir sprechen gerne mit Ihnen über Ihre fachliche Fragestellung.